Welche Firmen gehören zu den Top 20 %?
Scrapoio bewertet offene Stellen nach Kaufdruck, Wert und Machbarkeit. Im Dialer kommen Personen-Zuschläge dazu: +500 für einen Kontakt aus der Anzeige, +5.000 für eine im Anruf genannte Person. Sparkassen und Kontakte mit nur einer Zentrale werden laut Unterlage abgewertet. Deshalb verwenden wir für diesen Test nicht einfach das HubSpot-Feld scrapoio_score. Quelle
Unser Vorschlag: Pro Firma den höchsten Score eines aktuell gültigen offenen Bedarfs nehmen, ohne die Dialer-Zuschläge und -Abwertungen. Vertrieb, IT, Med und generische Profile getrennt betrachten. Innerhalb der jeweils für den Nicht-erreicht-Test geeigneten Firmen die oberen 20 % auswählen.
Die Punktgrenze müssen wir noch aus diesen Firmen berechnen. Das PDF enthält nur die obersten 10 % aller offenen Bedarfe. Daraus lässt sich die Top-20-%-Grenze der Firmen nicht ableiten. Der Score ist bisher eine begründete Schätzung, keine gemessene Kaufwahrscheinlichkeit.
SMS und LinkedIn im gesamten Flow
Cold-SMS und Cold-LinkedIn gehören zum Nicht-erreicht-Flow. Sie greifen die jeweilige E-Mail auf, deutlich kürzer und mit einem einfachen nächsten Schritt.
- SMS
- Nach Mail 1 an die Top 20 %. Nach Mail 3 ist eine zweite SMS optional. Eine erreichbare Mobilnummer ist Voraussetzung.
- LinkedIn
- Bei der Stufe an Tag 5 einmalig an die ausgewählte Spitzengruppe. Vorschlag: Top 5–10 %; die endgültige Quote hängt vom verfügbaren Volumen ab. Eine Kontaktanfrage allein zählt nicht als zugestellte Nachricht.
- Setting / Closing
- Wenn jemand früh ans Telefon gegangen ist und noch keine SMS oder LinkedIn-Nachricht erhalten hat, kann der bisher ungenutzte Kanal bei No-Show oder Terminabsage eingesetzt werden. Dieselben Auswahlgruppen verwenden; bei einer konkret gewünschten Kontaktart gilt die Absprache.
Beim Nachfassen einen passenden Zusatzkanal zur ersten Neuvereinbarungs-Mail wählen. Frühere Nachrichten prüfen, damit der Phasenwechsel keine automatische Wiederholung auslöst. Ein vereinbarter Termin-Reminder bleibt unabhängig davon möglich.
Die Kanalquoten sind Planvorgaben, noch keine gemessenen Conversion-Optima. Bedarfsscore und Dialer-Zuschläge bleiben getrennt.
Was wir messen
Der Plan startet mit Calls, E-Mails, Cold-SMS und Cold-LinkedIn in den beschriebenen Gruppen. Die Kanalwirkung prüfen wir anschließend mit kontrollierten Vergleichen, ohne die Kanäle aus dem geplanten Ablauf zu streichen.
- Die vierte Mail innerhalb der Top 20 %, gegen Stopp nach Mail 3. SMS und LinkedIn bleiben in beiden Gruppen gleich.
- Die optionale zweite SMS und den Zusatznutzen von LinkedIn jeweils innerhalb vergleichbarer Auswahlgruppen prüfen.
- Eine abgestimmte Erinnerung vor Setting und Closing gegen die bestehende Terminorganisation testen.
Wir zählen qualifizierte, tatsächlich durchgeführte Settings und die Teilnahme an gebuchten Terminen. Mehr Öffnungen oder Antworten allein reichen nicht. Aufwand, Beschwerden, Abmeldungen und Zustellprobleme zählen mit.
Die Testgröße und Beobachtungsdauer sind noch offen. Vor dem Start brauchen wir die Ausgangsraten und eine Festlegung, welche Verbesserung den zusätzlichen Aufwand lohnt.
Begründung und offene Annahmen
Sechs Anrufe haben eine Grundlage in unseren historischen Erreichbarkeitsdaten. Die übrigen Zahlen im Ablauf sind bislang Testannahmen.
Erreichte Kontakte in der damaligen 90-Tage-Kohorte bis 26.06.2026, Skala 0–100 %. Die Daten zeigen Erreichbarkeit, keine kausale Wirkung auf Termine oder Umsatz. Die oft genannten „90 % bis Anruf 6“ beziehen sich nur auf die später tatsächlich erreichten Personen. Quelle
- Anrufabstände
- Tage 1/2/5/12 und die beiden Doppelanrufe wurden nicht kontrolliert getestet.
- Drei / vier Mails
- Es gibt keinen eigenen Nachweis für die optimale Zahl. Deshalb vergleichen wir die vierte Mail mit einer gleich geeigneten Kontrollgruppe.
- Score-Grenzen
- Die Unterlage beschreibt Kaufdruck, Wert und Machbarkeit. Die Gewichtung wurde noch nicht an HubSpot-Ergebnissen geprüft. Die Top-20-%-Punktgrenze der geeigneten Firmen fehlt; die Quoten bleiben Testannahmen. Quelle
- Bestätigungen
- Interne Mailverläufe belegen Terminabsprachen und Umbuchungen. Eine zusätzliche Conversion-Steigerung durch eine Bestätigung ist damit nicht bewiesen. Quelle
- Testimonials
- Die separate Mail bleibt Teil des gewünschten Plans. Ob sie die Teilnahme oder Abschlussquote verbessert, ist offen.
- Erinnerung
- Es gibt Studien aus dem Gesundheitswesen. Sie rechtfertigen einen Versuch, aber keine übertragene Erfolgsquote für Emploio. Die 24 Stunden sind nicht belegt. Quelle
- Nachfassen
- Zwei Mails mit drei Werktagen Abstand begrenzen die Folge. Das ist eine organisatorische Entscheidung, kein bewiesenes Optimum.
- Zusatzkanäle
- Cold-SMS und Cold-LinkedIn sind auf Onurs Vorgabe im Ablauf enthalten. Die zweite SMS bleibt optional. Für die Wirkungsmessung jeweils nur einen Unterschied zwischen vergleichbaren Gruppen zulassen.
Jede Mail soll einen eigenen Informationswert haben. Anbieteranalysen zeigen, dass mehr Antworten nicht zwingend mehr Meetings bedeuten. Sie belegen aber auch keine ideale Wortzahl oder Mailzahl für uns. Quelle
Das Expertenreview ergänzte Stop-Regeln, begrenztes Nachfassen und die Terminerinnerung. Die frühere Empfehlung, Cold-SMS und Cold-LinkedIn erst später einzusetzen, wurde auf Onurs ausdrückliche Vorgabe verworfen. Die Kanäle bleiben Teil des Flows; ihr zusätzlicher Nutzen wird gemessen.
Scoring: Berechnung und Folgen für den Test
Laut PDF gilt für Vertrieb und IT: Kaufdruck + 0,4 × Wert + 0,5 × Machbarkeit. Für Med und generische Profile: Kaufdruck + 0,5 × Wert + 0,4 × Machbarkeit. Der Bedarfsscore ist bei 10.000 gedeckelt. Fehlende Daten werden als fehlend angezeigt.
Kontakt- und Telefoninformationen stecken bereits in der Machbarkeit. Der Score misst deshalb nicht allein Bedarf. Auch die Alterskurven unterscheiden sich: Vertrieb und IT bevorzugen ältere, weiterhin bestätigte Bedarfe; Med wertet sehr alte Bedarfe wieder ab. Eine gemeinsame Punktgrenze über alle Linien würde diese Unterschiede vermischen.
Den ursprünglichen Bedarfsscore direkt laden. Die Zuschläge und Abwertungen nicht aus dem HubSpot-Wert zurückrechnen: Ihre Kombination und Reihenfolge sind im PDF nicht vollständig beschrieben. Fehlt ein nachvollziehbarer Basiswert, reicht das nicht für die Auswahl zur vierten Mail.
Beim Eintritt in den Test halten wir Firmenliste, Bedarfsscore, Profilversion und Zeitpunkt fest. Die Punktgrenze wird aus genau dieser Firmenkohorte berechnet. Eine Regel für Punktgleichstände legen wir vorher fest. Am Versandtag prüfen wir Antwort, gültigen Bedarf, Ausschlüsse und Kanalberechtigung erneut; ein Score-Update startet keine neue Folge.
Ein Verweis mit +5.000 Punkten wird nach dem Gesprächskontext bearbeitet. Er ist kein Beleg für einen entsprechend höheren Bedarf und kein automatischer Grund für zusätzliche Werbemails.
Die Scrapoio-Ausschlüsse gelten für den Eintritt in neue Akquise. Dazu zählen unter anderem Widerspruch, geschlossene Anzeigen, Bestandskunden und offene Deals. Ein durch eine Setting-Buchung entstandener Deal darf deshalb nicht pauschal die zugesagte Terminbestätigung oder passende Erinnerung verhindern. Widersprüche bleiben zu beachten.
Diese Auswahlregeln sind unsere Ableitung für den Call-Flow. Sie sind nicht als bereits vorhandene Scrapoio-Funktion bestätigt. Der PDF-Stand wurde nicht durch einen neuen Prod-Abruf geprüft. Quelle
Testaufbau und technische Grenzen
Pro Experiment nur eine Änderung. Die vierte Mail wird unter den vorab ausgewählten Top-20-%-Firmen getestet, die am geplanten Versandpunkt noch keine Antwort gegeben haben und die Versandvoraussetzungen erfüllen. Alle vorherigen Schritte einschließlich SMS und LinkedIn bleiben gleich. Für Kanalvergleiche innerhalb derselben geeigneten Gruppe zufällig mit beziehungsweise ohne den jeweils untersuchten Kontakt zuteilen. Nicht die Top 20 % mit den übrigen 80 % vergleichen; Kanalwirkung nicht allein aus dem Gesamtergebnis ableiten.
Jede Firma nur einmal in der Auswahl zählen und alle ihre Ansprechpartner derselben Testgruppe zuweisen. Linie, Bedarfsscore, Profilversion und zuständigen Mitarbeiter berücksichtigen. Die Gruppen müssen vergleichbar sein. Quelle
Für Erstansprache messen wir den Anteil zugeteilter Firmen mit mindestens einem qualifizierten, durchgeführten Setting. „Qualifiziert“ und das Beobachtungsfenster werden vor dem Start definiert. Für Erinnerungen zählen wir die Teilnahme am ursprünglich gebuchten Termin; Umbuchungen und nachgeholte Termine separat. Absagen bleiben im Nenner.
Positive Antworten, Buchungen, Closing-Teilnahme und bestätigte Abschlüsse mitverfolgen, ebenso Arbeitszeit und Kosten. Mindestwirkung, Fallzahl, Laufzeit und Abbruchgrenzen vorher festlegen. Bei zu wenig Fällen bleibt das Ergebnis offen. Öffnungsraten sind unter anderem durch Apple Mail Privacy Protection unzuverlässig. Quelle
Setting und Closing getrennt auswerten. Im Erinnerungstest bleiben Testimonials unverändert. Bereits dokumentiert sind RSVP-Prüfungen am Vortag und zwei Stunden vor dem Termin mit Bestätigungsanrufen. Den aktuellen Stand vor einem weiteren Reminder prüfen. Quelle
LinkedIn verbietet Drittanbieter-Automatisierung und begrenzt Einladungen auch bei Premium-Konten. Eine allgemeine sichere Wochenzahl gibt es daraus nicht. Quelle
Authentifizierung, Abmeldungen, Beschwerden und Bounces prüfen. Googles Regeln gelten für persönliche Gmail-Adressen und unterscheiden allgemeine von Bulk-Sendern. Sie sind keine allgemeine B2B-Versandfreigabe. Die aktuelle Emploio-Konfiguration wurde hier nicht geprüft. Quelle
Keine automatische Wiederaufnahme, nur weil sich ein Score ändert. Bei Hard Bounce den betroffenen Kanal stoppen; bei Abwesenheit das Rückkehrdatum prüfen. Testimonial-Mails bei Absage oder Umbuchung erneut auf Termin und Relevanz prüfen.
Quellen
- Emploio, eigene Call-Auswertung: „Cold-Call Pickup Analysis“, 10.07.2026; Daten bis 26.06.2026. Interner Beleg:
wiki/sources/2026-07-10-emploio-hubspot-cold-call-pickup-analysis.md. Historisch und beobachtend.
- Emploio, Mailwirkung: 68 gezielt geprüfte Verläufe, 16.10.2026; überwiegend Koordination und Umbuchung, kein repräsentatives Cold-Mail-Experiment. Interner Beleg:
wiki/sources/2026-10-16-hubspot-email-wirkung.md.
- Emploio, Terminvorbereitung: 22.10.2026 dokumentierte RSVP-Prüfung am Vortag und zwei Stunden vorher mit Opener-Anrufen; vor Test aktuell prüfen. Interner Beleg:
wiki/sources/2026-10-22-pipeline-email-top3-analyse.md.
- Cochrane: SMS-Terminerinnerungen, Review 2013, acht Healthcare-RCTs. Stützt eine Reminder-Hypothese; keine Übertragung einer Effektgröße auf B2B-Sales.
- Gong: Follow-up-Mails und Meetings. Anbieter-Beobachtungsanalyse; Antworten können steigen, ohne dass mehr Meetings entstehen. Kein Beweis für Emploios ideale Mailzahl.
- Planvorgabe von Onur am 30.10.2026: Cold-SMS und Cold-LinkedIn sind vorgesehen und sollen in den Ablauf integriert bleiben. Diese Entscheidung ersetzt die frühere Empfehlung, beide Kanäle zurückzustellen.
- LinkedIn: Automatisierung und Einladungslimit. Drittanbieter-Automatisierung untersagt; Limits auch für Premium, keine universelle sichere Wochenzahl.
- Gmail Sender Guidelines. Authentifizierung und Zustellanforderungen; strengere Bulk-Regeln separat. Scope: persönliche Gmail-Adressen.
- Apple Mail Privacy Protection. Remote-Inhalte können unabhängig vom tatsächlichen Lesen geladen werden; Öffnungen nicht als Erfolgsmetrik verwenden.
- NIST: randomisierte Blockversuche. Grundlage für kontrollierte Vergleiche, kein Sales-Erfolgsbenchmark.
- Vom Nutzer bereitgestelltes PDF „Scoring in scrapoio“, Stand 30.10.2026, Seiten 1–4. Bedarfsscore, Dialer-Zuschläge, Verteilung offener Bedarfe und noch ausstehende Ergebnis-Kalibrierung. Original im Vault:
raw/files/scrapoio/2026-10-30-scoring-scrapoio.pdf. Die Firmenauswahl ohne Dialer-Modifikatoren ist eine Ableitung dieses Plans.